Remote ID auf Mauritius
Zuletzt geprüft: 2026-10-06
Was ist Remote ID? So funktioniert die Technik: die Standards, der Inhalt der Ausstrahlung und Bluetooth vs. WLAN (Englisch).
Seit dem 1. Januar 2025 regeln die Civil Aviation (Unmanned Aircraft System) Regulations 2024 Drohnen auf Mauritius; zuständig ist das Department of Civil Aviation (DCA). Die Regeln folgen eng dem EU-Vorbild: dieselben Kategorien offen, speziell und zulassungspflichtig, dieselben Klassenkennzeichnungen C0–C3 und fast wörtlich die EU-Anforderungen an die Direct Remote ID.
Welche Drohnen müssen senden?
| Drohne | Direct Remote ID |
|---|---|
| Jede Drohne mit Kamera oder anderem Datenerfassungsgerät | Pflicht |
| Drohne, die nicht nur zur privaten Freizeit geflogen wird | Pflicht |
| Selbst gebaut, höchstens 250 g, ohne Kamera | Nicht nötig |
| Nur zur privaten Freizeit geflogen, ohne Kamera | Nicht nötig |
Da fast jede Consumer-Drohne eine Kamera hat, braucht fast jede Drohne auf Mauritius Remote ID. Sie kann eingebaut oder als separates Modul nachgerüstet sein.
Was enthält die Aussendung?
Wie in der EU wird direkt von der Drohne gesendet, in Echtzeit während des ganzen Flugs und über ein offenes, dokumentiertes Protokoll, das gewöhnliche Mobilgeräte in der Nähe empfangen können:
- die Betreibernummer
- die Seriennummer (ANSI/CTA-2063)
- Position und Höhe der Drohne
- ihr Kurs und ihre Geschwindigkeit über Grund
- die Position des Piloten oder der Startpunkt
Registrierung, auch für Touristen
- Jede Drohne mit Kamera und ihr Betreiber müssen beim DCA registriert sein — auch Freizeitdrohnen. Die Registrierung erfordert eine polizeiliche Unbedenklichkeitsprüfung, und das DCA warnt, dass sie mindestens drei Monate dauern kann.
- Auch Touristen müssen sich registrieren. Wer zu Hause bereits registriert ist, kann diese Registrierung, eine Passkopie sowie Fotos der Drohne und ihrer Seriennummer einreichen. Das DCA rät, das vor der Reise zu erledigen.
- Gewerbliche und andere nicht private Flüge brauchen zusätzlich eine Genehmigung für ihre Kategorie, eine Versicherung, ein Betriebshandbuch und ein Fernpiloten-Zeugnis. Das DCA erkennt Zeugnisse an, die die Luftfahrtbehörde im Heimatland des Piloten anerkennt, etwa die EU-Nachweise A1/A3 und A2.
Wo Freizeitpiloten fliegen dürfen
Freizeitflüge sind nur auf Privatgrund mit Erlaubnis des Eigentümers erlaubt, bei Tageslicht und unter 400 ft. Über Stränden, öffentlichen Bereichen oder Naturparks darf nicht geflogen werden, ebenso wenig in Sperrgebieten oder in der Kontrollzone des Flughafens. Verstöße können mit bis zu 1 Million Rupien Geldstrafe und bis zu 12 Monaten Haft geahndet werden.
So sehen Sie es
Mauritius übernimmt die EU-Anforderungen an die Direct Remote ID, und in der EU werden sie mit ASD-STAN EN 4709-002 erfüllt — dem Standard, den DroneScout neben ASTM F3411 über Bluetooth und Wi-Fi umsetzt. Eine Drohne, die auf Mauritius Remote ID sendet, etwa mit einem Remote-ID-Modul oder als EU-Drohne mit C1-Kennzeichnung, erscheint live auf der Karte von DroneScout, auf Android und iPhone. Welche Übertragungswege Ihr Telefon empfangen kann, ist unterschiedlich — siehe die FAQ.