Drohnen in der Nähe mit dem Smartphone erkennen
Die meisten neuen Drohnen senden, wer und wo sie sind. Mit einer kostenlosen App empfängt Ihr Smartphone das und zeigt jede sendende Drohne in der Nähe live auf einer Karte — mit Position, Höhe, Seriennummer und oft dem Standort des Piloten.
Kostenlos herunterladen. Optionale Abos: Silver, Gold und Platinum. · Zuletzt aktualisiert: 2026-10-10
Wie kann ein Smartphone Drohnen erkennen?
Seit 2023–2024 verpflichten die USA, die EU, das Vereinigte Königreich, Japan, China und immer mehr andere Länder Drohnen dazu, Remote ID zu senden: ein digitales Kennzeichen, das die Drohne selbst einmal pro Sekunde über Bluetooth oder WLAN aussendet. Jeder in der Nähe mit einem passenden Empfänger kann es lesen — genau das ist der Zweck der Regeln. Unter Remote-ID-Regeln nach Region sehen Sie, wo es Pflicht ist.
Ihr Smartphone hat bereits Bluetooth- und WLAN-Funk. Eine Drohnendetektor-App wie DroneScout hört diese Aussendungen ab und zeigt jede Drohne auf einer Karte. Sie sendet nichts an die Drohne und stört sie nicht: Sie empfängt nur.
Was Sie zu jeder Drohne sehen
Zu jeder sendenden Drohne zeigt DroneScout, was in ihrer Aussendung steht:
- ihre Position auf der Karte, live, mit ihrer Flugspur;
- Höhe, Geschwindigkeit und Richtung;
- ihre Seriennummer oder Registrierung und in der EU die Registrierungsnummer des Betreibers;
- den Standort des Piloten oder den Startpunkt, wenn die Drohne ihn sendet — in den USA und der EU müssen das die meisten Drohnen;
- die Marke der Drohne, erkannt an der Seriennummer.
All das bietet die kostenlose Version, ebenso den Export einer Flugspur als GPX. Mit einem Abo erkennt DroneScout auch das Modell, warnt Sie, wenn eine Drohne auftaucht — auch im Hintergrund — und führt einen Flugverlauf aller Drohnen, die es gesehen hat.
Welche Drohnen erkennt die App?
Nur Drohnen, die tatsächlich Remote ID senden. In der Praxis sind das die meisten neuen Drohnen dort, wo Remote ID Pflicht ist:
- USA: die meisten Drohnen über 250 g;
- EU und Vereinigtes Königreich: Drohnen mit einer Klassenkennzeichnung C1 oder höher (UK1 oder höher im Vereinigten Königreich), unabhängig vom Gewicht;
- Japan: Drohnen ab 100 g;
- China: zivile Drohnen jeder Kategorie.
Nicht sehen werden Sie ältere Drohnen ohne Remote-ID-Modul, viele kleine Drohnen unter 250 g oder eine Drohne, deren Aussendung abgeschaltet ist. DJI-Drohnen beginnen erst zu senden, wenn sie in der Luft sind, und nur in einem Land, in dem Remote ID Pflicht ist. Eine Drohnendetektor-App ist ein Remote-ID-Empfänger, kein Radar: Eine Drohne, die schweigt, bleibt unsichtbar.
Wie weit reicht es?
Mit dem Smartphone allein lässt sich eine DJI-Drohne (Wi-Fi Beacon) bis etwa 1 km weit erkennen und eine Drohne mit Bluetooth Legacy bis einige hundert Meter, je nach Smartphone, Drohne und dem, was dazwischen liegt. Gebäude, Bäume und Hügel verkürzen das, freie Sicht verlängert es. Manche nachrüstbaren Remote-ID-Module senden mit geringer Leistung und erscheinen erst viel näher.
Mit DroneScout Bridge, einem kleinen Empfänger, den Sie neben Ihr Smartphone stellen, steigt die Reichweite auf etwa 2 km.
In einer Minute startklar
- Installieren Sie DroneScout — kostenlos bei Google Play und im App Store (Schaltflächen oben auf dieser Seite).
- Erlauben Sie Bluetooth (Geräte in der Nähe) und Standort, wenn die App fragt. Android und iOS verlangen beides für jede App, die nach Bluetooth-Geräten sucht. DroneScout sendet Ihren Standort nirgendwohin.
- Öffnen Sie die Karte. Sendende Drohnen erscheinen ein, zwei Sekunden, nachdem sie in Reichweite sind.
- Unter Android können Sie in den Einstellungen der App den WLAN-Scan einschalten — siehe nächster Abschnitt.
Erscheint nichts, fliegt vielleicht einfach keine sendende Drohne in der Nähe. Weitere Gründe: Warum erkenne ich keine Drohnen in der Nähe?
Warum Ihr Smartphone manche Drohnen verpasst
Drohnen senden Remote ID über verschiedene Funkverfahren, und Smartphones empfangen nur einen Teil davon:
| Verfahren | iPhone / iPad | Android-Smartphone | Mit DroneScout Bridge |
|---|---|---|---|
| Bluetooth Legacy | Ja | Ja | Ja |
| Bluetooth Long Range S8 | Nein | Manche Smartphones, oft unzuverlässig | Ja |
| Wi-Fi Beacon — von den meisten Drohnen genutzt; das einzige, das DJI nutzt | Nein | Ja, aber nur etwa zweimal pro Minute | Ja |
| Wi-Fi NaN | Nein | Manche Smartphones | Ja |
| WLAN 5 GHz (z. B. Skydio) | Nein | Nein | Nur ds110 |
- iPhone und iPad: Apple lässt keine App Bluetooth Long Range empfangen oder nach WLAN suchen. Ein iPhone sieht daher nur Aussendungen über Bluetooth Legacy — einen kleinen Teil dessen, was Drohnen senden, und überhaupt keine DJI-Drohnen. Mehr: Remote ID auf dem iPhone.
- Android: Vielen Smartphones fehlt Bluetooth Long Range S8 oder sie empfangen es schlecht, und Android begrenzt den WLAN-Scan auf etwa zweimal pro Minute. Mehr: Mehr Drohnen sehen unter Android.
DroneScout Bridge empfängt jedes Verfahren und gibt die Drohnen über einfaches Bluetooth an Ihr Smartphone weiter, das jedes Smartphone empfängt. Kein Koppeln nötig: einschalten, und die Drohnen erscheinen. Sie funktioniert mit iPhone und Android, auch mit der kostenlosen App. Mehr: DroneScout Bridge.
Eine Warnung, wenn eine Drohne auftaucht
Mit einem Silver-, Gold- oder Platinum-Abo scannt DroneScout im Hintergrund weiter und sendet eine Benachrichtigung, sobald eine Drohne in Reichweite kommt — praktisch, wenn Sie wissen möchten, wann Drohnen über Ihr Haus, ein Gelände oder eine Veranstaltung fliegen. Mit Gold oder Platinum wählen Sie das pro Gruppe: Gruppen trennen bekannte Drohnen (Ihre eigenen, die Ihres Teams) von unbekannten, und Sie erhalten nur für die Gruppen eine Warnung, auf die es ankommt. Siehe Im Hintergrund weiter scannen und Drohnen gruppieren.
Wer nutzt einen Drohnendetektor?
- Menschen zu Hause, die wissen möchten, welche Drohnen über ihr Haus oder ihren Garten fliegen.
- Drohnenpiloten, die andere Drohnen — und mit ADS-B die bemannte Luftfahrt — rund um ihren eigenen Flug sehen wollen.
- Sicherheitspersonal bei Veranstaltungen, auf Geländen und an Veranstaltungsorten, das wissen muss, wann eine Drohne auftaucht.
- Drohnenhersteller und -bauer, die damit prüfen, ob die Remote-ID-Aussendung ihrer eigenen Drohne vollständig und korrekt ist.
Was eine Drohnendetektor-App nicht kann
- Sie sieht keine Drohnen, die kein Remote ID senden. Professionelle Drohnenabwehrsysteme nutzen dafür Radar, Funkanalyse oder Kameras; sie kosten Tausende Euro und brauchen geschultes Personal.
- Sie kann eine Drohne nicht stoppen, übernehmen oder stören — und versuchen Sie es auch nicht: In den meisten Ländern ist es verboten, eine Drohne oder ihre Funkverbindung zu stören.
- Wenn Sie glauben, dass eine Drohne illegal fliegt, sprechen Sie den Piloten nicht selbst an. Notieren Sie, was die App zeigt — Uhrzeit, Position, Seriennummer, Betreiber-ID — und melden Sie es der Polizei oder Ihrer Luftfahrtbehörde.