Remote ID der eigenen Drohne testen
Sie bauen Remote ID in Ihre Drohnen ein oder setzen ein Nachrüstmodul auf Ihren Eigenbau? DroneScout zeigt genau, was Ihre Drohne sendet — jede Nachricht, jedes Feld, das Funkverfahren und die Signalstärke — und markiert fehlende Pflichtfelder. Kostenlos, auf dem Smartphone, das Sie schon haben.
Kostenlos herunterladen. Optionale Abos: Silver, Gold und Platinum. · Zuletzt aktualisiert: 2026-10-10
Warum mit einem Empfänger testen
Ein Remote-ID-Modul, das auf der Werkbank besteht, kann in der Luft trotzdem versagen: eine Betreibernummer, die nie eingetragen wurde, ein springender Startpunkt, eine Antenne, die in einer Richtung taub ist, oder ein Funkverfahren, das gewöhnliche Empfänger ignorieren. Manche dieser Probleme stecken in Produkten, die mit einer von der FAA akzeptierten Declaration of Compliance verkauft werden — siehe Warum manche Drohnen spät oder mit fehlenden Angaben erscheinen. Am schnellsten finden Sie sie, wenn Sie Ihre Aussendung so betrachten wie ein Polizist oder ein Passant: mit dem Smartphone.
Hersteller oder Eigenbauer?
Die Aufgabe hängt davon ab, wer Sie sind:
- Professionelle Drohnenhersteller bauen Remote ID in die Drohne ein: eine eigene Implementierung auf dem Flugcontroller oder ein ins Design integriertes Remote-ID-Modul, samt den nötigen Unterlagen — eine FAA Declaration of Compliance in den USA, eine von einer benannten Stelle geprüfte Klassenkennzeichnung in der EU. Sie testen Ihre Implementierung: jedes Pflichtfeld, Senderaten, Funkverfahren, Sendeleistung und Antennendiagramm. Alles auf dieser Seite gilt für Sie.
- Eigenbauer implementieren Remote ID meist nicht selbst. Ein Open-Source-Remote-ID-Projekt auf ein Entwicklungsboard zu flashen, ergibt keine konforme Remote ID: Eine gültige Seriennummer braucht einen von der ICAO vergebenen Herstellercode, und jemand muss die Konformität erklären — in den USA mit einer FAA Declaration of Compliance. Sie montieren ein fertiges Nachrüstmodul — in den USA ein von der FAA akzeptiertes Broadcast-Modul, das statt der Pilotenposition den Startpunkt sendet. Sie testen Ihren Aufbau: Ist das Modul eingeschaltet und mit Ihrer Betreibernummer eingerichtet, hat es vor dem Start einen GPS-Fix, und ist es gut montiert? Carbonrahmen, Akkus, Motoren und Kabel direkt an der Antenne können die Reichweite stark verkürzen. Welche Drohnen Remote ID brauchen, hängt von Ihrem Land ab: siehe Remote-ID-Regeln nach Region.
DroneScout dekodiert ASTM F3411 (das Nachweisverfahren der FAA), ASD-STAN EN 4709-002 (EU) und Chinas GB 46750-2025, über Bluetooth Legacy, Bluetooth Long Range S8, Wi-Fi Beacon und Wi-Fi NaN. Alles Folgende ist in der kostenlosen Version enthalten.
Was DroneScout Ihnen zeigt
Tippen Sie auf Ihre Drohne auf der Karte, um ihre Details zu öffnen.
Tab Basic:
- Compliant: ein grünes Häkchen, wenn die Pflichtfelder vorhanden sind, ein Warnzeichen, wenn eines fehlt (mehr unten).
- Type: das Funkverfahren, über das die Drohne empfangen wurde — Bluetooth Legacy, Bluetooth Long Range, Wi-Fi Beacon oder Wi-Fi NaN.
- Signalstärke (RSSI) in dBm und der Standard, nach dem dekodiert wurde.
- Zuerst gesehen und zuletzt gesehen, Status (in der Luft oder am Boden), Höhe und Höhentyp, Geschwindigkeit, Betreibernummer, Kategorie und Klasse.
Tab Full: jedes Feld jedes Nachrichtentyps — Basic ID, Location, Self ID, System, Operator ID und Auth — wie dekodiert, mit einem Zähler, wie viele Pakete je Typ empfangen wurden, und Msg Δ, dem durchschnittlichen Abstand zwischen empfangenen Nachrichten. Ein Nachrichtentyp, der bei null bleibt, wird nie gesendet; ein Zähler, der viel langsamer steigt als die anderen, deutet auf ein Problem mit der Senderate hin.
Export: Export raw messages im Tab Full speichert jede empfangene Nachricht als CSV — für einen Fehlerbericht oder den Vergleich von Firmware-Versionen. Das Teilen-Symbol im Kopf der Details exportiert die Flugspur als GPX.
So funktioniert die Konformitätsprüfung
DroneScout prüft das zuletzt empfangene Paket gegen die Pflichtfelder der Regeln, die dort gelten, wo die Drohne nach eigener Angabe ist:
- USA und Japan: eine Seriennummer im Format ANSI/CTA-2063-A, eine gültige Position mit Geschwindigkeit und Zeitstempel, geodätische Höhe (WGS-84) und die übrigen Pflichtdaten der System-Nachricht.
- EU (EASA), Vereinigtes Königreich und Singapur: zusätzlich eine gültige 16-stellige Registrierungsnummer des Betreibers und die Höhe über dem Startpunkt — das Feld, das Piloten in der Praxis am häufigsten leer lassen.
- China (GB 46750-2025): Seriennummer und Registrierungs-ID, Position des Bedieners, Positionstyp, Höhe und Klassifizierung.
Für ein faires Ergebnis muss die Drohne mit GPS-Fix in der Luft sein. Das ist eine schnelle Plausibilitätsprüfung, kein Zertifizierungstest: Sie misst weder Sendeleistung noch Zeit- oder Positionsgenauigkeit und prüft weder Kurs noch Vertikalgeschwindigkeit. Tippen Sie in der App auf das ? neben Compliant, um Details zu sehen.
Die Reichweite testen, nicht nur die Felder
Die meisten Remote-ID-Probleme in der Praxis betreffen den Funk, nicht die Daten. Ein einfacher Feldtest:
- Entfernen Sie sich von der schwebenden Drohne und beobachten Sie RSSI und zuletzt gesehen. Vergleichen Sie mit einer Drohne, von der Sie wissen, dass sie gut ist, auf gleicher Entfernung.
- Drehen Sie die Drohne in fester Entfernung einmal ganz herum. Verschwindet sie in manchen Richtungen, hat das Antennendiagramm tiefe Lücken — ein häufiges Problem kleiner integrierter Antennen.
- Prüfen Sie jedes Funkverfahren, das Sie angeben. Ein Smartphone zeigt, über welches Verfahren jede Drohne kam; soll Ihr Modul Bluetooth Long Range senden, Sie sehen aber nur Legacy, stimmt etwas nicht.
- Achten Sie auf den Empfänger. Ein iPhone empfängt nur Bluetooth Legacy, und Android begrenzt den WLAN-Scan auf etwa zweimal pro Minute. DroneScout Bridge empfängt jedes Verfahren — beim ds110 auch WLAN auf 5 GHz —, sodass eine fehlende Drohne am Sender liegt, nicht am Smartphone. Siehe Mehr Drohnen sehen unter Android.
Tiefer einsteigen: Wireshark
DroneScout ist für eine schnelle Prüfung im Feld gemacht: Ist alles da, kommt es an, wie weit reicht es. Für eine tiefgehende Analyse — Nachrichteninhalt auf Byte-Ebene, genaues Timing zwischen Paketen, Message Packs, Authentifizierungsdaten — zeichnen Sie die Aussendung auf und öffnen sie in Wireshark mit dem kostenlosen OpenDroneID-Wireshark-Dissector, der Remote-ID-Nachrichten aus Bluetooth- und WLAN-Mitschnitten dekodiert. Eine gute Routine: zuerst im Feld mit DroneScout prüfen, dann dort einen Mitschnitt machen, wo etwas nicht stimmt.
Von den Machern von Remote-ID-Modulen
DroneScout wird von BlueMark Innovations entwickelt, das seit 2022 Remote-ID-Sender und -Empfänger baut. Für Hersteller: Der DroneBeacon db300 ist, Stand Oktober 2026, das einzige Standard-Remote-ID-Modul auf dem Blue UAS Framework des US-amerikanischen DoW/DoD: NDAA-konform, FCC-zertifiziert, ASTM F3411-22a und ASD-STAN EN 4709-002, Bluetooth 4 Legacy und Bluetooth 5 Long Range, mit MAVLink und DroneCAN für ArduPilot und PX4. Zugelassene Komponenten wie der db300 müssen in der Blue-UAS-Prüfung Ihrer Drohne nicht erneut bewertet werden. Mehr: db300 Blue UAS Remote-ID-Modul (Englisch).
Fragen zur Integration von Remote ID oder eine eigene Version der App für Ihre Drohnen: [email protected].