Drohnenregeln

Remote ID in Frankreich

Zuletzt geprüft: 2026-10-05

Was ist Remote ID? So funktioniert die Technik: die Standards, der Inhalt der Ausstrahlung und Bluetooth vs. WLAN (Englisch).

Frankreich wendet dieselben EASA-Drohnenregeln an wie die übrige EU, beaufsichtigt von der französischen Zivilluftfahrtbehörde (DGAC). Zusätzlich gilt eine nationale Pflicht, die älter ist als die EU-Regeln: der signalement électronique, ein WLAN-Signal von Drohnen ab 800 g, eingeführt durch das französische Drohnengesetz von 2016. Beide Systeme bestehen nebeneinander, und viele Drohnen in Frankreich müssen beide senden. Die europäischen Regeln finden Sie auf der EU-Seite; diese Seite behandelt, was in Frankreich anders ist.

Zwei Signale, zwei Zwecke

EU-Fernidentifizierung (Direct Remote ID) Französischer signalement électronique
Rechtsgrundlage Verordnungen (EU) 2019/945 und 2019/947 Gesetz Nr. 2016-1428, Dekret Nr. 2019-1114, Verordnung vom 27. Dezember 2019
Wer muss senden Klassen C1, C2, C3 in der offenen Kategorie sowie die spezielle Kategorie Jede Drohne ab 800 g, mit einigen Ausnahmen (siehe unten)
Identifiziert Den Betreiber (FRA-Betreibernummer) Das Luftfahrzeug (eine eindeutige Gerätekennung)
Zweck Flugsicherheit und Schutz der Privatsphäre Öffentliche Sicherheit: Die Polizei soll einen erlaubten von einem unerlaubten Flug unterscheiden können
Übertragung Bluetooth oder WLAN, europäische Norm ASD-STAN EN 4709-002 WLAN-Beacon in einem französischen Format

Die DGAC stellt klar, dass das europäische System zusätzlich zum nationalen gilt. Eine Drohne der Klasse C2 mit 1 kg braucht zum Beispiel beide.

Der signalement électronique

Das technische Format legt die Verordnung vom 27. Dezember 2019 fest. Das Gerät an Bord der Drohne sendet vom Start bis zur Landung einen unverschlüsselten WLAN-Beacon (2,4 GHz; Kanal 6 bei Nachrüst-Sendern), mindestens alle 3 Sekunden oder alle 30 Meter. Die Daten sind als Typ-Länge-Wert-Felder kodiert, mit Positionen in WGS 84 und SI-Einheiten. Er enthält:

Er kann vom Hersteller eingebaut, per Firmware-Update aktiviert oder als separater Nachrüst-Sender angebracht werden, den sich mehrere Drohnen desselben Eigentümers teilen dürfen. Der Eigentümer muss die Kennung in AlphaTango eintragen. Eine Drohne, die ohne Signal, mit unvollständigen Daten oder mit einer Kennung fliegt, die nicht zu ihrer Registrierung passt, gilt als „nicht kooperativ“, und Eigentümer oder Pilot können mit einem Bußgeld belegt werden.

Nicht vorgeschrieben ist er für Drohnen in geschlossenen Räumen, gefesselte Drohnen, Drohnen von Staat und Polizei sowie für Flugmodelle, die von Mitgliedern eines anerkannten Verbands (FFAM oder UFOLEP) in Sichtweite auf einem veröffentlichten Modellfluggelände geflogen werden.

AlphaTango: zwei verschiedene Registrierungen

Beide Registrierungen erfolgen im Portal AlphaTango der DGAC, und sie werden leicht verwechselt:

Infodrones

Infodrones ist die Datenbank der Sicherheitsbehörden hinter dem französischen System, geschaffen durch eine Verordnung vom 7. April 2022 und betrieben von der Gendarmerie. Sie führt die von Drohnen empfangenen Signaldaten (Position, Höhe, Startpunkt, Kurs, Geschwindigkeit, Zeit), die Kennungen der Luftfahrzeuge und ihren Status (gültig, gesperrt, als verloren oder gestohlen gemeldet) sowie die Identität von Pilot, Betreiber und Eigentümer zusammen. Polizei, Gendarmerie und Nachrichtendienste können sie abfragen; die Daten werden ein Jahr lang gespeichert.

Genau diese Verknüpfung leisten die Signale selbst nicht: Eine Remote-ID- oder signalement-Aussendung enthält nie einen Namen oder eine Adresse. Nur die Behörden können die Kennung einer Person zuordnen.

Was Sie mit DroneScout sehen

DroneScout empfängt die EU-Fernidentifizierung auf Android und iPhone und zeigt jede Drohne live auf einer Karte: FRA-Betreibernummer, Seriennummer, Position und Höhe, Kurs und Geschwindigkeit, die Position des Piloten oder den Startpunkt sowie einen Notfallstatus. Welche Übertragungsarten Ihr Telefon empfangen kann, ist unterschiedlich — siehe die FAQ — und DroneScout Bridge schließt diese Lücke auf beiden Plattformen.

Den französischen nationalen signalement électronique zeigt DroneScout derzeit nicht an. Eine Drohne ab 800 g ohne Klassenkennzeichnung, etwa ein älteres Modell mit Nachrüst-Sender, sendet unter Umständen nur dieses französische Signal und erscheint dann nicht in DroneScout.

Offizielle Quellen